Selbstgemachte Schwäbische Spätzle

Für uns im Schwäbischen sind Spätzle das Einfachste der Welt.

Deshalb brauchen wir dazu auch kein Rezept. Wir machen die einfach.
Denn im Grunde sind es nur Eier, Mehl und Salz.
Jetzt haben mich aber viele gefragt, wie bereitest du die zu?
Und deshalb gibt es heute dazu einen kurzen Blog Post.

Zutaten für 4 Personen
  • 5 Eier von freilaufenden Hühnern
  • Dinkelmehl oder Weizenmehl
    ( ich nehme immer Dinkel, dadurch werden die Spätzle nicht ganz so hell, dafür sind aber gesünder )
  • Salz

    Auch wenn ich nur für 2 Personen koche, mache ich trotzdem das ganze Rezept,
    weil dann lohnt sich der Aufwand und man kann sie wunderbar warm machen.

Ich verrühre die Eier mit einem gestrichenen Teellöffel Salz in der Rührschüssel der Küchenmaschine.
Man kann das auch von Hand machen!
Danach füge ich nach und nach das Mehl hinzu.
Soviel Mehl bis der Teig eine ziemlich feste und zähe Konsistenz hat.
Den Teig schlage ich solange, bis er Blasen wirft. Dann lasse ich ihn kurz ruhen.

Der Teig soll wirklich fest sein, dann werden die Spätzle auch schön fest, wir mögen sie so am liebsten.

In der Zwischenzeit setze ich reichlich Salz-Wasser auf.
Sobald das Wasser kocht, kommt meine Spätzles-Drücker zum Einsatz.
Er heißt tatsächlich Spätzles-Wunder. Und er ist zugegebenerweise wahrlich keine Schönheit.
Und nach Gebrauch verschwindet er auch sofort wieder in den tiefsten Schubladen meiner Küche.
Aber die Spätzle werden damit fast wie handgeschabt. Und das will etwas heißen.

Wie man handgeschabte Spätzle macht, erkläre ich gerne ein anderes mal.
Und das Spätzles-Wunder bekommt ihr übrigens z.B hier

Das Spätzles-Wunder, der Name ist so lustig.

Den Spätzles-Drücker befülle ich immer nur etwa halb.
Und mit ordentlich Kraft drücke ich den Teig dann in das kochende Wasser.
Aber nicht alles auf einmal.
Sobald die ersten gedrückt sind ( Bild 2 ) bewege ich den Späztles-Drücker ein bisschen auf und ab.
Dadurch reißt der Teig unregelmäßig ab und die Spätzle werden den handgeschabten noch ähnlicher.
Den „letzten“ Teig schneide ich dann mit einem glatten Messer ab.
Wenn die Spätzle alle „eingelegt“ sind, soll das Wasser sieden. Nicht sprudelnd kochen.
( Bild 4 )

Sobald sie oben schwimmen und aufgegangen sind sie fertig. Das geht ziemlich schnell.
Dann abseihen!

So werden alle Spätzle nach und nach gekocht.
Ich stelle die Platte zwischendurch im Backofen warm und decke die Spätzle ab.
Wer mag kann zum Schluss noch Butterflocken oder Butterschmelze
( Butter & Semmelbrösel ) darüber geben.

Das war es schon. Wirklich denkbar einfach!

Spätzle passen übrigens wirklich zu fast allem.
Braten, Gulasch, Geschnetzeltem, Linsen, Eintopf, Gaisburger Marsch, Bohnengemüse, Käsespätzle
und so weiter und so fort. Es sollte nur eine Soße oder Brühe dabei sein.

Sogar zu angemachtem grünem Kopfsalat mit Sauerrahm, gebratenen Speckwürfeln und Schnittlauch
passen Spätzle. An heißen Tagen ist das ein herrliches Sommeressen.
Das zwar keinen Namen hat, aber in unserer Familie ein traditionelles Sommergericht ist.

Nun wünsche ich euch einen guten Appetit!
Und alles Liebe!